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Schwarze Katze vor Burg Ovencliff
Der Geist von Ovencliff
Eine nicht ganz unerotische Intervention aus dem Jenseits?


MK Ultra oder Groschenromangespenst? – Fuer die Bewaeltigung einer Lebenskrise sucht Single-Vater Martin Abstand bei einer Kur im schottischen Burghotel Ovencliff. Statt Ruhe und Erholung findet er sich dort aber in den unterirdischen Gewoelben der Burg wieder und wird vom angeblich real existenten Spuk von Ovencliff heimgesucht.
   Oder wird Martin irregefuehrt und sogar unter Drogen gesetzt, manipuliert und gehirngewaschen? Und stecken die clevere Anni und die Verwaltung des Kurhotels mit einer aeusserst bizarren Auffassung von Public Relation hinter dem angeblichen Spuk?
Kapitel

1: Romeo und Julia?
2: Seifenblasen und Sternenstaub
3: Zwei dicke Irmas und jede Menge Abgemurkste
4: Sein oder Schein, das ist hier die Frage
5: Ernste Spekulationen und provokante Theorien
6: Der Sturm
7: Unterirdisch und uebersinnlich
8: Wer hat die verdammte Katze gefuettert?
9: Massenhysterie und der Geist im geilen Fummel
10: Praeludium mit einer veganen Fleischertochter
11: Mysterotik
12: Des Widerspenstigen Zaehmung
13: Der Schwere und die Leichtigkeit des Seins

Fenster mit Winterlandschaft
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DER GEIST VON OVENCLIFF
ist als Taschenbuch und eBook erhaeltlich
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Leseproben:
Sternenstaub
"Alles besteht aus Sternenstaub. Er ist ueberall um uns herum und in uns drin. In den Bergen, im Ozean, in den Pflanzen und in den Tieren. Sternenstaub ist mal trocken, mal fluessig. Mal lose und leicht wie Luft, mal fest wie Stein. Mal kalt wie Eis, mal heiss wie Lava in einem Vulkan. – Manchmal, ganz selten, aber hin und wieder kann man sogar das Glitzern vom Sternenstaub sehen. Fein und leuchtend, schliesslich kommt er von den Sternen."
    Martin hoerte das gleichmaessige und tiefe Atmen seiner Tochter und wusste, dass sie endlich eingeschlafen war.
Burg Ovencliff
Allzu viel konnte er zunaechst nicht erkennen, denn die tief stehende Sonne blendete ihn und liess die Burg und ihre Umgebungsmauern nur als dunkle Silhouette vor ihm erscheinen. Erst als sich die "Dicke Irma" nach zwei Kurven auf einer Allee der Burg naeherte, erkannte Martin Details im Gemaeuer. In der Realitaet wirkte die Burg noch wesentlich imposanter als auf den Fotos in der Broschuere und auf der Website.
Sonnenuntergang durch Fensterreihe
In diesem Moment beruehrte die untergehende Sonne den Horizont und spiegelte sich bis zum breiten Sandstrand unterhalb von Burg Ovencliff in einem langen goldenen Streifen wieder.
    Als ob mir die Sonne ihren roten Teppich ausgerollt haette, dachte Martin ergriffen und fuegte mit leicht ironischer Distanz hinzu: "Besser als auf jeder Kitschpostkarte!"
Ovencliff nachts
Nur der Wind rauschte in den Baeumen und die ersten nachtaktiven Tiere liessen von sich hoeren. Die Burg ueber Martin wurde zwar effektvoll mit Bodenscheinwerfern beleuchtet. Aber das Licht der Strahler reichte nicht bis zum Dach des Palas. Vom oberen Teil seiner dunklen Silhouette war kaum noch etwas zu erkennen. Sie schien uebergangslos mit dem Nachthimmel zu verschmelzen. Nur vereinzelt blinzelten erleuchtete Fenster in die Nacht.
Das Gespenst auf dem Balkon
Das Appartement des Suedostturms war von diffus flimmerndem Kerzenlicht erleuchtet und auf dem Balkon davor stand eine altertuemlich gekleidete Frau. Dort schien ein Kostuemball stattzufinden.
    Der Wind blies Martin ein Blatt ins Gesicht. Als er es weggewischt hatte und wieder zum Balkon hochsah, lag die Suite dahinter im Dunkeln und die Frau war verschwunden. Von einem Moment auf den anderen.
Katze
Der Klonjunge deutete auf Martins rechte Gesichtshaelfte. Und als der sich an die angewiesene Stelle griff, merkte er, dass dort etwas Metallisches sass. Erschreckt wachte er auf.
    Martin wurde sofort bewusst, dass er nur getraeumt hatte. Aber er spuerte immer noch irgendetwas Fremdes auf seiner rechten Wange kleben und nach der vorangegangenen Erleichterung wirkte dieses Gefuehl umso beklemmender. Im Dunkeln tastete er nach seiner Wange und merkte, dass die Stelle dort nass war. Dann spuerte er ein leichtes, weiches Streifen an seinem Arm und mit einem fuer sein Koerpervolumen und Gewicht erstaunlich leichtfuessigen Satz war er aus dem Bett und zum Lichtschalter gesprungen, um ihn anzuknipsen.
Ausblick aus der Turmwohnung
Der Ausrichtung nach musste diese Oeffnung des Geheimgangs in das Turmappartement fuehren, ueber dem Martin vor einigen Stunden die altertuemlich gekleidete Frau auf dem Balkon gesehen hatte. Aber hier oben hatte in den letzten Stunden weder ein Kostuemball noch irgendeine andere Party getobt. Die Luft roch sogar leicht abgestanden, als waere schon mindestens einen Tag lang weder geheizt noch gelueftet worden.
    Martin wollte natuerlich auch nicht ungebeten in die Privatsphaere fremder Menschen eindringen. Leise fragte er ins Dunkel: "Hallo – ist hier jemand?"
buntes Wollknaeuel
Martin hielt die Sturmlampe in der einen und ein Knaeuel Wolle in der anderen Hand. In dem kleinen Supermarkt direkt neben dem Haupteingang der Burg gab es zum Glueck auch Wolle zu kaufen. Zwar nicht unbedingt fuer den Zweck, den Martin im Sinne hatte, aber die Menschen auf dieser Burg schienen Ungewoehnliches gewohnt zu sein, zumindest hatte ihn die Kassiererin nicht einmal schraeg angesehen. Und nun schlich er erneut durch die geheimen Gaenge unter der Burg und hinterliess seinen Ariadnefaden.
Blick durch Rundfenster auf Teile der Burg
Es hatten sich bereits haeufiger ernsthafte Wissenschaftler, aber auch weniger serioese Abenteurer darum bemueht, den Raetseln des Spuks von Ovencliff auf die Spur zu kommen. Und seitdem das Gespenst auch manchen Hotelgaesten erschien, wurde die Burg immer mal wieder von Biologen, Physikern, Chemikern, Soziologen, Psychologen, Parapsychologen, Philosophen, Esoterikern und Journalisten besucht, die mit den verschiedensten wissenschaftlichen Methoden und Denkansaetzen zu erklaeren versuchten, wem das Gespenst erschien und warum.
    Das Ergebnis ihrer Bemuehungen waren deduktive, induktive, hermeneutische, positivistische, dialektische, emotionale, romantische, fantastische, unglaubliche, rationale, irrationale, alberne und einfach nur selten daemliche Theorien, von denen keine einzige auch nur annaeherungsweise schluessig die seltsamen Erscheinungen auf der Burg unter Beruecksichtigung aller zu beruecksichtigenden Faktoren erklaerte. Und die Hotelleitung hatte ihre liebe Muehe damit, die fuer den Hotelbetrieb notwendige Diskretion einzuhalten und die Privatsphaere ihrer Gaeste vor der aufdringlichen Neugier dieser wild theoretisierenden Heimsuchungen zu bewahren.
abstraktes Gemaelde
Martin rief vor seinem inneren Auge den Plan der Burg ab und ihm fiel auf, dass sich sein Appartement genau zwei Stockwerke ueber Lucinis Buero befand. Wenn die geheime Treppe noch weiter hinunterfuehrte, dann auch am Buero des Verwalters vorbei, und wenn Martins Appartement eine Geheimtuer hatte, dann vielleicht auch Lucinis Buero.
    Diese geheime Treppe mochte frueher einmal anderen Zwecken gedient haben, aber jetzt hatte sie wohl nur noch die Funktion, hin und wieder einem Gast unbemerkt Werbegeschenke ins Zimmer stellen zu koennen.
schwarze Katze vor Mond im Fenster
Martin loeschte seine Sturmlampe gerade noch rechtzeitig, bevor sich ueber ihm die Geheimtuer von Lucinis Buero oeffnete. Er hoerte Anni im Dunkeln die Treppe hinaufsteigen und durch die andere Geheimtuer in der Turmwohnung verschwinden.
    Gab es irgendeine Verbindung zwischen ihr, dem "Gespenst" und der schwarzen Katze oder wurde ihm hier eine Riesenshow vorgegaukelt? Vielleicht gab es doch Ueberwachungskameras in den unterirdischen Gaengen und sogar auch in den Appartements? Vielleicht hatten Anni und Hector gewusst, dass sie von ihm belauscht worden waren?
    Und die schwarze Katze wuerde sich bald in eine Ziege verwandeln, die ihn anstarrte um ihn zu hypnotisieren, und die Burg gehoerte in Wirklichkeit der CIA oder NSA oder dem MI5 oder GCHQ, die Martin mit einer modernen Variante von MK Ultra einer effektiven Gehirnwaesche unterzogen?
    Martin schuettelte sich und stoehnte leise auf: "Oh, alter Junge, das hast du nun davon, dass du in der Privatsphaere fremder Menschen herumschnueffelst: Jetzt leidest du schon unter Verfolgungswahn!"
Schneelandschaft
Nachdem Anni von den Klippen den Ausblick auf das Meer genossen hatte, schlenderte sie mit Rebel zum Strand. Sie beschaeftigte den Schaeferhund eine Weile damit, ihn einen Stock aus dem Wasser apportieren zu lassen und wanderte dann durch den Park zurueck in Richtung See.
    Unterhalb des Pavillons fiel Anni ihre eindrucksvollste Begegnung mit dem Burggespenst ein, und als haetten ihre Gedanken den Geist herbeigezaubert, sah Anni im Schatten des Eingangs am Pavillon den wohlvertrauten Anblick der laengst Verstorbenen. Auch Rebel hatte offensichtlich das Gespenst bemerkt, denn er setzte sich, leckte sich einmal kurz ums Maul, hechelte den Burggeist erwartungsvoll an und begann, entspannt mit dem Schwanz zu wedeln.
Geist in rotem Kleid
Martin wanderte durch den Wald, dessen kahle Baeume von seinem Fenster aus wie klapperige Skelette gewirkt und ihn an das beruehmte Gemaelde von Caspar David Friedrich erinnert hatten. "Dort gibt es Klippen, Sandstrand, Waelder, Wiesen, Pferdeweiden, Parks und einen See", hatte die Busfahrerin geschwaermt, "wie im Paradies." – Sie hatte recht gehabt. Hier war es paradiesisch schoen! Durch das Unterholz sah er jemanden auf einem Felsvorsprung am Seeufer sitzen und es war nicht das gespenstische Burgfraeulein, sondern die sympathische Anni. Diese Frau dort sollte die Anni aus seinem Traum sein? Sie hockte auf ihrem Felsen, blickte in Gedanken versunken auf den See und ein Schaeferhund sprang verspielt um sie herum.
    Vorsichtig schlich sich Martin naeher an die beiden heran.
schwarze Katze
Isis gab einen italienischen Redeschwall von sich und hielt sich erschreckt die Haende vor den Mund, Martin verstand nichts ausser einem mehrmals wiederholten "Mamma Mia". Aber er bemerkte, dass Isis ziemlich schuldbewusst wirkte.
    Auch Anni schien ihre Probleme beim Verstehen zu haben, denn sie fragte stirnrunzelnd nach. "Hae? Was ist so dramatisch und schrecklich und uebermaessig furchtbar und auf keinen Fall zu verzeihen?"
    Isis wiederholte sich auf Englisch. "Wir haben Witch voellig vergessen. Wegen Maria haben wir gar nicht mehr an Witch gedacht und vergessen, sie zu fuettern. – Mamma Mia!"
Schneelandschaft durch Fensterreihe
"Soll ich dich eigentlich Toni nennen oder mit deinem echten Namen anreden?", fragte Maria
    "Privat waere mir mein richtiger Name schon lieber", antwortete Martin. "Aber euren fuenften Sondergast koennt ihr meinetwegen offiziell Toni nennen – nicht dass dabei dann wieder so was rauskommt wie bei Pimps!"
    Anni kicherte: "Und das sagt einer, der sich als Pornoproduzentin ausgibt!"
Sonnenuntergnag durch Bogenfenster
Wer hat die verdammte Katze gefuettert, wenn schon nicht Isis? Und was hat man unter "doppelten Doppelten" zu verstehen? Und was, zum Teufel, ist ein "Travis-Bickle-Rendezvous"?
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